Was Du auf Deinem ersten Date unbedingt beachten musst…

… so, oder so ähnlich, fangen viele Artikel an, wenn man Tipps für das 1. Date googelt.

Ich bin kein Profi was das Thema Dating angeht. So gar keiner. Trotzdem hatte ich da vor ungefähr zwei oder drei Wochen eine kleine Verabredung und währenddessen ist mir so einiges durch den Kopf gegangen. Und da dieser Blog eine Darstellung meiner Gedanken und meiner Meinung ist – hier ist meine Meinung dazu.

Das ganze Regeldrama hat eigentlich erst angefangen, als ich einige Freunde in das Thema „Ich-schreibe-da-so-mit-jemand-und-wir-treffen-uns“ eingeweiht habe. Ob das nun gut oder schlecht war, das weiß ich bis heute nicht. Denn plötzlich wurde ich erschlagen mit jeglichen Anweisungen, die ich anscheinend zu beachten hatte.
Ich möchte euch aber nicht mit allen Anweisungen erdrücken, die ich bekam, denn dann würdet ihr vermutlich heute Nacht kein Auge mehr zu bekommen. Daher erzähle ich euch nur von einigen, den „wichtigsten“ sozusagen.

Disclaimer: Ich möchte erwähnen, dass ich mich in diesem Beitrag hauptsächlich auf Dates zwischen einem Mann und einer Frau beziehe, da dieses bei meiner Verabredung nun mal der Fall war. Außerdem findet man leider auch nur überwiegend Artikel zu diesem Thema wenn es um Frauen und Männer geht und diese hab ich mir für diesen Beitrag hier durchgelesen. Ich denke aber, dass einige der Regeln geschlechtsneutral sind und diese Anweisungen (Achtung: SPOILER!) genauso einen großen Quatsch bedeuten, wie die Sonstigen auch. Dies ist kein Artikel, der wirklich ernste Datingregeln vorschlägt. Die einzige, die ich hier vorschlage, ist unten in meinem Fazit.

So, aber jetzt möchte ich anfangen. Taucht mit mir in die Welt der Dating-Regeln.

Vor dem Date fängt es schon an, mit:

  1. Lass ihn dich anschreiben.
  2. Nicht gleich sofort zurückschreiben.
  3. Schreib ihm trotzdem manchmal, damit er dein Interesse erkennt.
  4. DER MANN MUSS DICH ZU EINEM DATE AUSFRAGEN.

Okay, ich muss uns da gleich mal stoppen. Also, wenn diese Regeln einen nicht total einschüchtern, na, dann weiß ich auch nicht. Ich verstehe, zumindest versuche ich es, dieses ganze „Zeig-nicht-zu-viel-Interesse-sonst-bist-du-zu-leicht-zu-haben“-Ding ja irgendwie, da es ja heißt, man soll den Männern ihren „Jagdinstinkt“ lassen…
Aber mich setzt das ganze eher unter Stress, eine Stoppuhr zu stellen, damit ich weiß wann ich antworten soll und bevor ich zurückschreibe, mir jedes Mal ganz genau jedes Wort, jeden Buchstaben und jedes Emoji genauestens zu überlegen. Warum kann ich ihm denn nicht einfach Interesse zeigen?
Ich bin nun mal kein großer Fan von solchen Spielen und sie bringen mir nur eins: Unsicherheit.

Weiter gehts:

Das solltest du direkt vor dem Date beachten / das solltest du Anziehen:

  1. Zieh dich nicht zu freizügig an.
  2. Aber auch nicht zu viel – kein Turtleneck!
  3. Sei du selbst.
  4. Zieh mal etwas anderes an!

Ich kann mich ja nicht ganz unschuldig davon sprechen, dass ich auch irgendwie auf diese Regeln gehört habe. Wenn ich sogar sehr ehrlich bin, lief ich ungefähr zwei Stunden in meinem Zimmer auf und ab um etwas Passendes zum Anziehen zu finden.
Ihr wundert euch vielleicht auch, warum der zweite Punkt so genau beschrieben ist… Naja, um genau zu sein, war dieser Punkt der Auslöser meiner (nahen) Verzweiflung vor der Verabredung denn:
Mein Kleiderschrank bestand zu ca. 50% aus Turtleneck-Shirts/Tops/Pullover.

Und ob man jetzt das Internet fragte oder die Freundin, es hieß immer: KEIN Turtleneck.
Irgendwie versteh ich es ja auch. Ist ja so ein bisschen wie bei der Körpersprache und den verschränkten Armen. Du zeigst dich mit so einem Oberteil ziemlich verschlossen. Aber wirklich einfacher machte das die Sache auch nicht wirklich.

Und kleiner Spoiler: Während der Verabredung sollte dein Outfit sowieso überwiegend egal sein und du solltest dich wohl fühlen.

Kommen wir nun zum eigentlichen Date:

  1. Erzähl ihm etwas von dir, lass ihn dich kennenlernen – normal oder?
  2. Nichts über Familie
  3. Nichts über Job
  4. Der Mann muss bezahlen!

Auch hier sind diese Punkte nicht missverständlich für mich. Ich kann sie gewissermaßen nchvollziehen. Ihr seht euch das erste Mal, ihr wollt euch kennenlernen… Kein Problem. Mir ist natürlich auch klar, dass du nicht von deinem Onkel Fridolin erzählen solltest, der seine Rente mit Drogendealen aufbessert. Und auch, dass du nicht das ganze Gespräch auf deinen Job lenken solltest und erzählst, wie oft du den ganzen Tag am Arbeiten bist und sowieso kaum noch ein Leben hast.
Aber so gar nichts erzählen? Nicht mal, wenn es irgendwie zur Situation passt? Na wie soll man sich denn so bitte kennenlernen?

Und das mit dem Bezahlen… ich hoffe, das ist mittlerweile aus den Köpfen der meisten Menschen verschwunden. Klar, es ist eine nette Geste und ich werde niemals Nein sagen, wenn mir jemand Essen ausgibt. Doch es sollte um die Geste gehen und ob das jetzt der Mann oder die Frau tut, ist doch eigentlich auch egal.
Noch dazu möchte ich dann aber auch irgendwann etwas zurück bezahlen, einfach, weil es nett ist.
Aus den meisten Köfpen ist dieser Gedanke zum Glück schon fort aber es gibt leider immer noch zu viele Frauen, die deshalb kein zweites Date wollen, weil ihr männliches Date nicht für das Essen bezahlt. Naja.

Okay, puh! Das Date wäre geschafft. Aber nein, da gibts noch mehr!

Nach dem Date:

  1. Lass den Mann erst anschreiben / anrufen

Wieder so eine Spielerei! Das wird mir zu anstregend, ich glaube ich gebe die Datingsache gleich auf. Das sind mir einfach zu viele Regeln und zu viele Spielchen. Wenn mir der Abend gefallen hat, dann werde ich ihm das schreiben. Gut, wenn danach dann nicht mehr so viel zurück kommt und er oder sie mir nicht zurückschreibt, werde ich es lassen. Aber für solche Spielchen ist meine Seele dann doch zu alt.

Mein Fazit:

Dating-Regeln sind eines der bescheuertsten Dinge, die ich je in meinem Leben gehört und gelesen habe und ich werde wahrscheinlich nie auf sie hören.

Denn wenn ich diese Regeln alle befolge (und noch viele, viele andere), dann bin ich plötzlich nicht mehr ich selbst und nur damit beschäftigt, mich nur in diesem kleinen Rahmen der Regeln zu bewegen.
Und das führt dazu dass, ich mich dann nicht mehr wohl fühle. Und mein Gegenüber dann auch nicht mehr. Und er lernt mich so nicht kennen – was ja eigentlich der wesentliche Grund eines Dates ist.

Also, wofür diese ganzen Regeln?

Ich finde, es sollte nur eine Regel geben. Tu das, was du für Richtig hältst. Eigentlich nichts Neues mehr, aber man sieht ja, dass man mit diesen anderen Regeln immer noch erschlagen wird und sie immer noch befolgt werden.

Und deswegen: ganz egal, wer du bist, wen du liebst, tue immer das, was du für das Richtige hältst. Denn nur wenn du das tust, was dir selbst lieb ist und nur dann, wenn du, du selbst bist, kannst du auch genau den treffen, den du wirklich willst und der wirklich zu dir passt.
– Und das gilt für jedes Geschlecht und jede Sexualität dieser Erde.

Bleibt immer ihr selbst,

eure Fräulein Kupferklug ♥

 

Advertisements

Im Hier und Jetzt leben. Oder doch lieber Karriere?

„Bist du eher der entspannte Fischer oder der arbeitstüchtige Tourist?“
Diese Frage stellte uns heute unsere Deutschlehrerin, nachdem wir die Kurzgeschichte von Heinrich Böll „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ gelesen hatten.

Für die jenigen, die den Text nicht kennen. Hier könnt ihr ihn einmal lesen. 
Kurzgefasst: Es geht in der Kurzgeschichte um einen Touristen und einen Fischer. Sie kommen ins Gespräch und während der Tourist vor dem Fischer schwärmt, welche Möglichkeiten dieser hätte, wenn er noch einmal hinaus auf die See fahren würde, anstatt nur am Hafen zu dösen, bleibt der Fischer still und hört ihm zu. Der Tourist fährt fort und malt ihm ein Bild von einem eigenen Unternehmen, sogar ein eigenes Restaurant. Und wenn er das erreicht habe dann könnte der Fischer endlich zufrieden am Hafen liegen und sich um nichts sorgen.
Der Fischer erwiedert, dass er doch schon längst zufrieden am Hafen liegen kann.
Der Tourist lässt ihn neidisch zurück.

Nun ja, in Inhaltsangaben war ich nie sonderlich gut, doch ich hoffe, ihr bekommt eine Vorstellung des Ganzen. Und sonst liest sie einfach, sie ist echt nicht lang.

Kommen wir zurück zu der Frage, die meine Deutschlehrerin uns gestellt hat.
„Bist du eher der entspannte Fischer? Oder der ehrgeizige, eifrige Tourist?“

Ich musste nicht lang nachdenken. Ich war ganz klar der Tourist.
Die Mitschüler meldeten sich und als ich ihnen zuhörte, musste ich echt staunen.
Unter mir befanden sich, außer ein anderer Tourist nur Fischer.
Sie erzählten, wie sie das Leben hier und jetzt genießen wollen, wie sie nicht nur an die Arbeit denken wollen und dass sie auch mit wenig zufrieden sind und andere Dinge für sie zählen.
Soweit so gut. (Bis auf das wir uns im 1. Ausbildungsjahr befinden und die meisten nie gearbeitet und jetzt schon keine Lust mehr drauf haben, aber das beiseite.)

Für mich war immer noch klar, dass ich der Tourist war, denn ich muss sowieso sagen, ich unterscheide mich in vielen Dingen von meinen Klassenkameraden und gerade in meiner Arbeitsmoral. Kurz und schmerzlos gesagt – ich bin das klassische Beispiel des „Strebers“ in der Klasse.

Als ich erwähnte, dass ich mich eher in dem Touristen wiedererkenne, nickten alle grinsend zur Bestätigung, denn es war kein wirkliches Wunder, was ich antworten würde.
Doch ich erklärte auch, dass ich gern mehr vom Fischer hätte. Ich würde gern öfter mich einfach zurücklehnen können und einfach nichts tun – ohne mich schuldig zu fühlen.

Ich war weiß Gott nicht immer so, ich war immer Team Prokrastination, doch seit ich die neue Ausbildung angefangen habe, bin ich ein wenig zum Arbeitstier mutiert.

Da ich auch nicht so ganz glücklich mit meiner jetzigen Berufswahl bin und ich gern danach etwas anderes machen möchte, bin ich ziemlich motiviert, eine gute Leistung für die nächste Ausbildung/Studium zu erreich.
Ich bin also hochmotiviert. Und ich habe viele Interessen. Ich schreibe diesen Blog, ich schreibe an meinen Geschichten, ich habe die schulische Ausbildung für die ich lernen muss und ich möchte mich für meinen nächsten Berufszweig vorbereiten.
Das klingt vielleicht nicht nach allzu viel, denn es sind ja nur drei oder vier Dinge, jedoch sind diese auch mit Zeitaufwand verbunden.

Ich verstehe es auch, wenn einige sagen: „Aber dein Blog und das Schreiben sind ja nur deine Hobbies!“
Na klar sind sie das, ich mag diese Hobbies und ich verdiene kein Geld damit, doch trotzdem muss ich dafür Zeit einplanen.
Denn nicht nur ein Arbeitstier steckt in mir, ich bin auch ein ziemlicher Perfektionist. Das heißt, bei mir wird alles so gemacht, wie es mir am Besten möglch ist.
Ich möchte einen perfekten Blogbeitrag schreiben, ich möchte die perfekte Geschichte schreiben, ich möchte meinen guten Notendurchschnitt halten, ich möchte perfekt für die Zukunft gewappnet sein.
Und da hilft leider nur ein Tagesplan den man sich aufstellt.

Wenn ich Schulaufgaben bekomme werden die sofort gemacht. Auch wenn die Deadline vielleicht noch drei Wochen entfernt liegt. Die Präsentation für übernächste Woche? Habe ich vorletzte Woche schon erledigt.
Und dann plane ich noch genug Zeit für meine „Hobbies“ ein. Klar, es gibt schlimmere Dinge, mit denen man die Zeit vertreiben kann, aber ich hoffe ihr versteht meinen Punkt:

Ich bin ständig mit einer Aufgabe beschäftigt. Von der einen Aufgabe zur nächsten, nebenbei wird gegessen oder die Nachrichten geschaut, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Auch wenn mir das alles Spaß macht, ist es Arbeit.
Also ihr seht: Eindeutig der Tourist.

Dabei möchte ich so gern auch der Fischer sein. Ich lese so viele Artikel und schaue so viele Filme und Videos, die einem erklären, dass man im Hier und Jetzt sein soll, denn das Leben ist kurz und man sollte die Zeit auch genießen, anstatt nur an die Karriere zu denken.
Und ich habe gemerkt, dass mir das unheimlich schwer fällt.

In zwanzig, dreißig Jahren möchte ich auf meine bisherigen Jahre zurück gucken und sagen, dass ich „meine jungen Jahre“ (ich kling schon wie meine Großmutter) GELEBT habe und nicht nur EXISTIERT. Dass ich mein Leben in vollen Zügen genieße.
Dass ich mir auch genug Pausen genommen und einfach mal entspannt habe und nicht mit vierzig komplett im Burnout ende.

Doch das fällt mir schwer. Wenn ich „nichts“ tue, zum Beispiel etwas lese, mir eine Folge einer neuen Netflixserie angucke oder einfach mal entspanne, dann fühl ich mich schuldig. Schuldig gerade auf der faulen Haut zu liegen und nichts für meinen Blog, meine Geschichte, meine Schule zu machen.
Da sausen denn Sätze durch meinen Kopf, wie: „Ja du hättest schon viel mehr Leser, wenn du jetzt daran arbeiten würdest“, „Du hättest sicher schon ein Buch veröffentlicht, würdest du jetzt nicht noch diese Friends-Folge schauen und endlich mal schreiben“ oder „dein Notendurchschnitt wird so in den Keller fallen, wenn du jetzt nicht schon für die Klausuren in fünf Wochen übst“.
Wieder rum stell ich mir die Frage, ob es denn wirklich so ist. Denn wenn ich mehr Blogbeiträge schreiben würde, vielleicht nicht über spannende Themen sondern einfach nur, um etwas zu veröffentlichen, leidet dann nicht die Qualität?
Klar könnte ich schon weiter mit meinem Buch sein, doch ich habe heute mein Wörterziel erreicht und ich gönne mir jetzt eine Pause, damit nicht nur noch Quark aus mir herauskommt. Und natürlich könnte ich schon anfangen zu üben und das werde ich vermutlich dann auch nach weiterem Nachdenken, doch ich kam immer gut mit nur einer oder zwei Wochen hin, warum sollte jetzt alles anders sein?

Ich bin oft im Zwiespalt über dieses Thema. Ab wann ist die Pause Prokrastination/Faulsein und nicht mehr Ausruhen?
Ab wann darf ich mich nicht schuldig fühlen?

So ganz verstehe ich das noch nicht und es fällt mir schwer, mich einzuteilen. Denn teilweise nehme ich mir so viel an einem Tag vor, dass ich letzendlich, trotz meines innerlichen Arbeitstiers, nichts tue, weil es so viel ist.
Und dann ist da die Gesellschaft, die uns erzählt, dass nur Leute, die einen vollen Terminkalender haben, ständig auf der Flucht und dauernd am Arbeiten sind, wirklich erfolgreich seien und was erreichen könnten.

Es wird uns gesagt wir sollen brav im Kindergarten sein, damit wir uns gut in der Schule benehmen und dann gute Noten schreiben, um dann einen guten Abschluss zu erreichen, mit dem wir dann Studieren oder eine gute Ausbildung machen können, die wir dann auch mit den besten Noten absolvieren, denn dann finden wir am ehesten einen guten Job, der uns gut bezahlt, damit wir uns ein Haus kaufen können, Kinder bekommen und diese mit unserem Geld gut durch den Kreis bringen können, den wir gerade hinter uns gebracht haben.

Also für mich ist das echt kein Leben. Es ist nur ein Hinarbeiten auf die nächste Sache, auf den nächsten Abschluss, auf genug Geld für das Haus, usw.
Ich war noch nie begeistert von so einer Lebensplanung.

Und doch bin ich diejenige, die sich so schnell nicht wieder auf den Teppich bekommt, wenn es ums Arbeiten geht.

Und neuerdings kommen mir dann so Artikel entgegen, die über Achtsamkeit sprechen. Über Hygge. (lest es nach, es ist Dänisch und beschreibt so etwas wie „die Gemütlichkeit der Seele“) Ich stolpere immer häufig über solche Beiträge und denke mir: „Ja, genau das will ich auch, mich so entspannen können!“
Doch dann hat der Tag nur 24 Stunden und da muss ich auch alles unterbringen können.

Also stelle ich mir wieder die Frage: ab wann darf ich mich ausruhen und „meine Seele baumeln lassen“ und wann muss ich mich schuldig fühlen, wenn ich dies tue und nichts „Wichtiges“ wie an meinem Blog oder meinen Geschichten zu arbeiten?

Ich will Karriere, jedoch das eine Leben was ich habe, so richtig LEBEN und GENIESSEN.

Mein Ziel ist es eine Mischung zwischen dem Touristen und dem Fischer zu sein.

Und ich wünschte, ich könnte diesen Post mit einem inspirierenden Tipp beenden, der euch erklären soll, wie das geht, doch leider muss auch ich das noch herausfinden.

Vielleicht wisst ihr ja was?
Vielleicht ist die Lösung unglaublich einfach, ich weiß es nicht.

Bis bald,

Svenja xx

Fiktive Charaktere und warum sie mein Ende bedeuten. – „Buchrezension“ zu „Berühre mich. Nicht.“ von Laura Kneidl

Also eigentlich war ja mein Plan, mich nach meinem ersten Blogbeitrag so richtig reinzuknien und ganz viel zu schreiben. Tag und Nacht. Beitrag über Beitrag posten. So richtig anfangen.
Und dann klingelte es an meiner Tür. Der nette Postbote übergab mir ein Paket. Und mit der Pappe des Pakets zerriss auch meine Freizeit, keine kreative Arbeit und… jegliches soziale Aktivität.
Nun, ich wollte auch wirklich nur einen der Klappentexte überfliegen. Im Ernst, ich wollte nur noch zwei, vielleicht drei Seiten lesen, um mit dem Buch vertraut zu werden und zu wissen, was mich erwartet. Danach würde ich mich gleich sofort (!) an meinen Laptop setzen und einen neuen Beitrag schreiben.

Und vier Stunden später war ich, nun in eine Liegeposition gerutscht, immer noch auf meinem Bett und las das Buch.

Schuld daran war dieses Mal die liebe Laura Kneidl, die mir mit ihrem Buch „Berühre mich. Nicht.“  Sage und Luca ins Leben gebracht hat.

Kleiner Exkurs: Man muss dazu wissen, dass ich als Sim definitiv die Eigenschaft „hoffnungslos romantisch“ bekommen hätte.
Denn genau diese Eigenschaft wirkt sich auch auf meinen Lesegeschmack aus, das heißt, drück mir einen extrem gefühlsvollen, kitschigen Liebesroman in die Hand und du kannst dir sicher sein, nicht mehr von mir gestört zu werden.

Dieses Buch gehört in diese Kategorie, obwohl es keineswegs kitschig ist.
Seitdem es November erschienen es, schien mich dieses Buch zu verfolgen, es wurde mir überall vorgeschlagen, empfohlen und schlussendlich sah ich es sogar auf dem Couchtisch meiner Oma, die mit dem Schwärmen gar nicht mehr aufhören konnte.
Also brauchte ich dieses Buch.

Für alle anderen da draußen: wenn ihr das Buch kauft, kauft am Besten auch gleich das Zweite, dann müsstet ihr wie ich jetzt nicht drei Tage noch auf das zweite Buch warten.

blog2

 

(Sehr!) kurze Zusammenfassung: In  „Berühr mich. Nicht.“ geht es um Sage, die nach Nevada zieht um ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Sie hat kaum Geld, keine Unterkunft und noch keinen richtigen Plan, wie es weitergehen soll. Ihr einziges großes Ziel ist es, die vergangenen Jahre hinter sich zu lassen. Sie bekommt einen Job in der Univeristätsbibliothek und stößt dort auf den großen, tätowierten Luca, vor dem sie sich fürchtet, da er ziemlich genau die Abbildung von Sages Ängsten ist.
Sie lernen sie mehr kennen, Sage lernt ihre beste Freundin kennen und fängt am College an zu studieren…

Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn ich würde das Gefühl haben, zu viel zu spoilern.

Tja, das hört sich ja schon mal ganz interessant an.
Trotzdem muss ich sagen, dass die ersten Seiten, sagen wir mal bis zu den ersten 50 oder 100, waren nicht so meins.
Irgendwie war ich mir mit Sage einfach nicht so sympathisch, ich kann selber nicht sagen warum. Allerdings hat mich ihre Geschichte interessiert und…
Naja dann kam Luca ins Spiel und ich hab das Buch dann auch erst mal nicht mehr weggelegt. Dazu komme ich gleich aber noch.

Vorerst möchte ich kurz über etwas anderes sprechen.

Allgemein muss ich einmal sagen, dass das das erste Buch von Laura Kneidl war, was ich gelesen habe und ich habe es wirklich geliebt. Es ist nicht zu unrealistisch, es ist spannend und ich konnte es nicht weglegen. Ihr Schreibstil ist fließen und ich konnte mich absolut in dieser Geschichte wiederfinden, doch ich möchte eher über etwas anderes noch sprechen.
In diesem Buch muss Sage sich vielen ihrer Ängste stellen, sie versucht mit ihnen klar zu kommen und will sich selber helfen. Sie leidet nach ihren traumatischen Erlebnissen sehr unter vielen Ängsten, die ich aus Spoilergründen nicht weiter ausführen möchte. Jedoch finde ich dieses Buch total klasse, denn es macht Menschen Mut.
Mir hat es jede Menge Mut gemacht und gezeigt, dass nichts hoffnungslos ist und man sich Hilfe holen kann und das irgendwie doch alles klappt. Deshalb hat mich Sages Geschichte, die ja längst noch nicht zuende ist, sehr berührt und ich finde, in dem heutigen Zeitalter, in dem wir immer offener mit Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen und vielen anderen umgehen, ist dieses Buch genau richtig.

Und Sage ist mir so richtig ans Herz gewachsen. Doch kommen wir nun (wow, endlich!) zum eigentlichen Grund des Posts und der Überschrift.

Und dieses Mal war der Anlass Luca. Also ich weiß ja nicht, wie sie das alle immer schaffen, aber ich verliebe mich in so ziemlich fast jeden männlichen Protagonisten in Büchern und ich weiß nicht, ob das für meine Gesundheit zu fördernd ist.
Luca ist ein ziemlich ruhiger, jedoch total lieber und fürsorglicher Charakter, der Sage gerade mit ihren Ängsten genau den Raum und die Zeit und Geduld gibt, die sie braucht und ich bin mit jeder Seite und jedem Satz von ihm ein wenig mehr geschmolzen.

Langsam mache ich mir Sorgen um meine Erwartungen an die männlichen Wesen dieser Erde, denn wenn ich mir Charaktere wie Luca ansehe, schießen diese unglaublich in die Höhe.
Wir nehmen mal den Luca und ich erkläre euch einige Eigenschaften (wer komplett spoilerfrei bleiben möchte, jetzt zum nächsten Absatz scrollen!)

Luca ist einundzwanzig Jahre alt, Student, hat Tattoos und einen unglaublichen attraktiven, gutgebauten Körper.
Er ist eher ruhig, geht nicht oft auf Parties oder fiel unterwegs und liest eigentlich bei fast jeder Gelegenheit ein Buch.
Ich habe kaum einen fürsorglicheren Charakter gelesen, der sich so sehr um die Leute kümmert, die ihm lieb sind.
Noch dazu ist er geduldig, unglaublich empathisch, witzig und man kann trotzdem wirklich mit ihm Spaß haben.

Naja also ich wüsste nicht, ob es jemanden perfekteren gibt.

Einmal Luca zum Mitnehmen bitte!

(Ich noch mehr schreiben aber wirklich, ich will euch nicht zu viel verraten!!!)

Laura Kneidl hat mich mit ihm komplett getroffen und ich finde es schon ein wenig unfair, dass man mir so eine Geschichte liefert, ohne mir am besten gleich eine Nummer von dem Typen zu geben, der genauso ist wie Luca.
Noch dazu mache ich mir wirklich Sorgen um meine Erwartungen an alle männlichen Wesen auf dieser Erde, denn dank Charakteren wie Luca schießen die unglaublich in die Höhe.

Die große Liebe zu all diesen wundervollen, nahezu perfekten Menschen lässt mich oft noch tagelang (okay, wochen-/monatelang an sie denken, von ihnen träumen (natürlich bin ich dann eher die Protagonistin) und oft erwische ich mich dabei, wie ich willkürliche männliche Bekanntschaften und Freunde mit dem jeweiligen Charakter vergleiche.
Naja, natürlich kommt keiner an die Charaktere ran.

Also kann man nur hoffen, dass mein silbener Ritter auf dem Pferd doch noch irgendwann angeritten kommt.

Oder ich hole mir einfach ganz viele Hunde und noch mehr Bücher.

Vielleicht kommt der Ritter in der Silberrüstung auf dem Pferd ja doch noch irgendwann. Und sonst hole ich mir ganz viele Hunde und noch mehr Bücher.

 

Das war’s dann von mir. Ich ziehe mich nun zurück zu meinem Fenster und hoffe, dass ich den Postboten bald sehe, der extra für mich eine Spätschicht eingelegt hat und mir das zweite Buch doch schon bringt.

Wir sehen uns trotzdem bald, versprochen!
(Und bitte sagt mir, dass ich nicht alleine mit diesen Dingen bin, ich komme mir ein wenig verzweifelt vor.)

Bis bald,

Svenja

 

Hier kommt ihr zur Seite der lieben Autorin 🙂

Meine ersten Worte.

Willkommen zu meinen ersten Worten. Ich will jetzt nicht davon anfangen, welches mein erstes Wort mein Erstes als Kleinkind war, denn es würde euch vermutlich furchtbar langweilen und auch nicht wirklich interessieren (Es war Mama).
Hier soll es vielmehr um meine ersten Worte auf diesem Blog gehen!
Ein wenig aufgeregt bin ich ja schon, so ein Text von mir in die große, weite Welt des Internets zu schicken. Doch andererseits ist das hier nur mein erster Beitrag und es werden ganz bald noch viele weitere folgen.

Erst einmal will ich mich jedoch vorstellen, damit ihr nicht denkt, ich wäre irgendein Geist hinter einem Bildschirm (man bin ich heute wieder lustig).
Also, ich bin Svenja und komme aus Norddeutschland.
Das heißt, ich bin es gewöhnt, dass die Städte mehr Schafe als Einwohner haben und zur Begrüßung das Moin und am Ende des Satzes das Nech nicht fehlen darf.
Man muss jedoch bedachten, nicht „Moin, Moin“ zu sagen. Das ist für uns Norddeutsche einfach ein wenig zu viel Gefasel.
Tja, und weil die Menschen hier nicht so auf Smalltalk und viel Gerede aus sind, muss ich das alles hier los werden.
Auf diesem Blog.
Der Name ist übrigens schon ziemlich toll oder? Kupferklug? Ja, habe ich der Hilfe meiner besten Freundin zu verdanken, Hi an dieser Stelle!
Der Name drückt übrigens ziemlich gut aus, was es hier auf diesem Blog gibt.

Denn anscheinend bin ich innerlich keine waschechte Norddeutsche, ich rede nämlich unheimlich gerne, diskutiere über Themen der Gesellschaft und der Welt furchtbar gerne und gebe dabei meine überaus kluge Meinung an die Menschen weiter.
Noch dazu habe ich kupferfarbene Haare. Also, wenn das mal kein genialer Name ist!

Gut, noch einmal kurz gefasst: Wenn ihr gerne über Themen der Gesellschaft und Welt diskutiert oder euch einfach gern mit ihnen auseinandersetzt, dann bleibt doch hier und verfolgt diesen Blog!

Ich werde von nun an also regelmäßige Beiträge über Themen schreiben. Einige etwas tiefgründiger, andere dafür eher nur, um gute Laune zu verbreiten.

 

Das war’s erstmal von mir.
(Puh,  der erste Beitrag ist geschafft!)

 

Bis bald.